Sonntag, 29. September 2013

Eine Jury und zwei Knöpfe - aber nichts Neues

© RTL

Eine Fernsehen & Co.-TV-Kritik


Auch der grüne Knopf konnte nicht wirklich helfen: Das Supertalent setzte am Samstagabend mal wieder auf etwas Klamauk und viel vorgespielte Spannung - aber wenig Talente...

Auch nach vielen Jahren und rückläufigen Quoten hält RTL an seiner alljährlichen Casting-Saison weiterhin fest. Gestern startete also zum siebten Mal Das Supertalent, welches noch nie wirklich große Talente zu Tage gefördert hat.

Es war eigentlich alles noch wie in den letzten Jahren auch: Es gab selbstverliebte Nichtskönner, die vom Publikum ausgebuht wurden und Leute mit schicksalshaften Schicksalsschlägen, die dann eben doch ein bisschen was konnten, und gleich Standing Ovations bekamen.
Bei Letzteren ist es jedoch nur schade, dass man sie überhaupt erwähnen muss. Denn wirkliche "Supertalente" waren auch sie nicht. Und man weiß es ja schon aus den letzten Staffeln, hier gelten Opernsänger schon als etwas, das man "noch nie gesehen hat".

Naja, und auch sonst versuchte RTL wie immer, künstlich Spannung aufzubauen und zu inszenieren, wo es nur geht. Und auch wenn man die peinlichen Klamauk-Auftritte, die sonst immer mindestens die Hälfte der Sendung einnahmen, reduziert hat: Besser wurde die Sendung nicht wirklich.
Am Ende bekamen wir dann noch ein paar Motorrad-Stunts angeboten, bei denen man sich wieder fragte, was daran nun ein wirkliches "Supertalent" sein soll. Aber für die Quote hat es wohl gereicht. Und so wird uns die Sendung noch bis Weihnachten durch die TV-Saison begleiten.

Fazit: Was gute Quoten hat, muss nicht sonderlich hochwertig gemacht sein. Aber das wissen wir ja eigentlich schon. Und deswegen hat Das Supertalent am Samstagabend wie immer nichts Neues gebracht...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen