Samstag, 14. September 2013

Promi-Neuauflage mit nur einem Promi

© SAT.1

 Eine Fernsehen & Co.-TV-Kritik


Gestern hat die TV-Saison 2013/14 wohl endgültig begonnen: SAT.1 legte die einst begehrte Show Big Brother als Promi-Version neu auf. Doch wie immer fehlte etwas...

Mit Sätzen wie "Nur A-Klassen-Promis" oder "Wir nehmen nicht jeden" beworben sollte sich Promi Big Brother wohl von anderen C-Promi-Sendungen abheben. Jedoch mit mäßigem Erfolg.


Aber fangen wir von vorne an: Die Sendung begann mit zwei Moderatoren, die eigentlich auch hätten einziehen können. Nämlich Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher. Und diese hatten Zeit im Gepäck, um die selbsternannten Promis anzukündigen. Viel Zeit sogar. Sehr viel.
Und während die erste Bewohnerin des Hauses, Marijke Amado, zusammen mit ihrem Hund noch im Strafbereich das Plumpsklo suchte; mussten vier andere unbekannte Gestalten bereits das erste, ultraspannende Match absolvieren. Sie sollten eine Zündschnur mit ihrem brennenden Arm entzünden. Sehr spannend. Doch irgendwie zog sich die Sendung wie Kaugummi und es folgten noch ein paar Kandidaten, die jetzt jedoch unrelevant sind (kennt ja sowieso keiner...).
Überspringen wir also auch weitere Peinlichkeiten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass die ach so bekannten Promis sich gegenseitig erst vorstellen mussten, und kommen wir gleich zum Höhepunkt der Sendung...

"Rufen Sie jetzt an! Welches Frühstück sollen unsere Promis morgen bekommen? Ein exklusives Luxus-Frühstück oder ein karges Kohlfrühstück?"


Ja, auch die Telefonabzocke ließ nicht lange auf sich warten. Aber das war gar nicht der Höhepunkt der Sendung. Nein, der Höhepunkt war, dass wir am Ende tatsächlich noch einen richtigen Promi zu Gesicht bekamen. Nämlich David Hasselhoff. Dieser betrat die Bühne I've been looking for Freedom singend, also mit einem Lied, das so gar nicht ins Konzept der Sendung passt. Mit den Worten "Ich bin ein Berliner" zog auch er dann in das Haus ein, und wird im besten Falle 14 Tage dort bleiben (falls er bis dahin noch nicht reif für die Irrenanstalt ist...).

Fazit: Auch Sendern, die von vornherein A-Promis ankündigen, sollte man nur bedingt Glauben schenken. Egal, die Quoten stimmten für SAT.1 auf jeden Fall und daher ist ein vorzeitiges Ende der Sendung nicht in Sicht. Und genau diese wird sicherlich noch für viel Geprächsstoff sorgen. Ganz bestimmt...

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