Dienstag, 8. Oktober 2013

Schlimmer geht immer

© RTL / Ruprecht Stempell

Eine Fernsehen & Co.-TV-Kritik


Gestern sendete RTL die zweite Ausgabe von Die 2 - Gottschalk und Jauch gegen ALLE. Das Konzept wurde offensichtlich überarbeitet - aber nicht unbedingt zum besseren...

Was habe ich in meiner Kritik zur ersten Ausgabe von Die 2 noch geschrieben? Richtig, "es kann nur besser werden". Doch das werde ich nun wohl größtenteils revidieren müssen.


Dabei fing es eigentlich gar nicht so schlecht an: Die Sendung begann ähnlich euphorisch wie letztes Mal, viel geredet wurde aber diesmal nicht. Moderatorin Barbara Schöneberger stellte die erste Frage relativ schnell und es breitete sich fast ein Gefühl von Unterhaltung aus. Bis Verona Pooth auf die Bühne kam...
Verona Pooth. Diese befuhr die Bühne kreischend in einem fahrenden Sofa - und das war noch gar nicht das Schlimmste. Das gesamte nächste Spiel bestand darin, mit einem Sofa durch einen Parcours zu fahren und dann in ein Wohnzimmer einzuparken. Dass sowohl Pooth und ihr Mitspieler als auch Gottschalk und Jauch mit ihrem Sofa die Studiodeko überfuhren, dürfte unerwähnt bleiben.

Ok, die Idee der Sendung war ja eigentlich gut. Blenden wir das lächerliche Sofaspiel also aus und geben der Sendung eine neue Chance.
Das erschien zuerst auch für eine gute Entscheidung - merkte man schließlich, dass die Sendung diesmal viel launiger als letztes Mal war. Private Anekdoten von Gottschalk und Jauch kamen kürzer, die Fragen und der Spaß dafür länger. Dann sollte das nächste Spiel beginnen und es breitete sich fast ein Gefühl von Unterhaltung aus. Bis Jorge Gonzalez die Bühne betrat.
Jorge Gonzalez. Der betrat die Bühne zwar nicht in einem fahrenden Sofa, aber dämlich lachend mit einem Basketball in der Hand. Ok, das darauffolgende Spiel, Basketbälle in einen Korb zu werfen, war nicht annähernd so bescheuert wie das mit dem Sofa, aber eigentlich reichte die Anwesenheit von Jorge schon aus, um es genauso blöd zu finden.

Auch die Telefonabzocke war in dieser Sendung übrigens wieder vertreten. Einzig positiv anzumerken ist jedoch, dass man diesmal sarauf verzichtet hat, verwirrte Anrufer ins Studio durchzustellen.

Im Finale am Ende der Sendung gewann übrigens eine Nase aus dem Publikum 100.000 Euro; da das Finale so gestrickt war, dass es im Grunde genommen nichts ausmachte, wie viele Punkte vorher gesammelt wurden. Gottschalk und Jauch hatten damit dann wohl verloren.

Fazit: Wenn man denkt, schlimmer geht's nicht mehr, kommen von irgendwo Pooth und Jorge her. Die Sendung war zwar insgesamt etwas launiger und nicht so langweilig wie die erste, aber dafür um ein Vielfaches trashiger...

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