Samstag, 18. Januar 2014

Das Dschungelcamp: Die Show ist es... vielleicht!

© RTL

Eine Fernsehen & Co.-TV-Kritik


Es ist die wohl eine der umstrittensten und polarisierendsten Sendung überhaupt im Fernsehen: Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!. Das RTL-Dschungelcamp startete gestern in seine achte Staffel...

Die Zeiten, in denen die Sendung von den Medien zerrissen wurde, sind lang vorbei. Ganz im Gegenteil - die Kritiker sind förmlich verstummt, dafür erhält die Sendung nun immer mehr Fans.


Aber natürlich gibt es auch die Kritiker immer noch. Und der Erwartungsdruck auf die Sendung ist in den zehn Jahren sicherlich auch nicht kleiner geworden. Man wartet ja nur auf Abnutzungserscheinungen - doch die gibt es nicht. Warum nicht, durfte man gestern Abend bewundern.

Denn es sind die Kandidaten, die die Show am Leben halten. Schon nach weniger als 60 Minuten waren so manche Rollen gestern Abend klar verteilt: Larissa Marolt, mehr oder weniger bekannt als Gewinnerin von Austrias Next Topmodel, schien perfekt in die Fußstapfen von Georgina aus dem letzten Jahr zu passen. Sie zeigte deutlich, dass sie mit Intelligenz nichts zu tun haben will; und war ganz überrascht, als sie bemerkte, dass das Dschungelcamp nicht in den Kölner Studios gedreht wird. Die Sendung habe sie sich im Fernsehen ja auch noch nie angeschaut, geschweige denn den Vertrag durchgelesen.

Schnell wurde auch klar, warum Michael Wendler ins Camp gezogen ist: Er möchte präsent in den Medien sein. Und während er vorher noch stolz verkündete: "Ich werde keine Prüfung machen.", versuchte RTL wirklich, ihn beim ersten Mal dabei behilflich zu sein: Der Teilnehmer für die Dschungelprüfung wurde von den Kandidaten, nicht von den Zuschauern bestimmt.
Versuch gescheitert: Der Wendler musste trotzdem ran, allerdings zusammen mit Larissa. Und wärend er hier sogar noch Sympathie-Punkte sammelte, machte er das relativ schnell zunichte: Nach der Dschungelprüfung spielte er billige Empörung. Wenn er nochmal solch eine Dschungelprüfung machen muss, würde er den Satz rufen und das Camp verlassen.
Nun, dazu sollte es nicht kommen: In die Dschungelprüfung morgen wurde abermals Larissa gewählt, die sich bei der ersten bereits unfassbar dämlich anstellte. Es bleibt zu erwarten, dass dies nicht die letzte für sie sein wird.

In der Tat ist Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! keine normale C-Promi-Show. Es ist quasi ein Gegenpol zu ihnen. Denn während die "Stars" in anderen Shows hochgelobt und gefeiert werden, wird sich hier über sie lustig gemacht. Alleine wegen den Witzen und der Selbstironie zum eigenen Programm von Hartwich und Zietlow ist die Show einfach sehenswert. Klar, Kritiker wird es immer geben - aber wo gibt es die schon nicht...

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