Dienstag, 8. August 2017

Von denen, die sich "Promis" schimpfen...

© SAT.1
Letztes Wochenende hat SAT.1 sich dazu entschlossen, die zwölf Kandidaten für die diesjährige Staffel Promi Big Brother bekanntzugeben. Kandidaten, bei dessen Bekanntheitsgrad man sich ernsthaft fragt, ob der Sender nach der gescheiterten letzten Staffel dieses Jahr einen Testlauf für eine weitere Normalo-Staffel fahren möchte. Aber gut, letztendlich sagt der Bekanntheitsgrad ja nie wirklich etwas über den Unterhaltungswert eines Teilnehmers aus und immerhin sieben von ihnen haben sogar einen Wikipedia-Artikel. Also los mit meinen Einschätzungen zu den Bewohnern, in Klammern steht dabei immer die "Berufsbezeichung"...

Sarah Knappik (Model)


Dürfte bereits die bekannteste Kandidatin dieses Jahres und zugleich auch die unterhaltungstechnisch vielversprechendste sein. Schließlich war sie das auch schon im Dschungelcamp 2011, vor allem als her air away war. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht wieder freiwillig geht, denn dann hat sie den Finalplatz so gut wie sicher.

Willi Herren (Sänger)


Der zweite und auch schon letzte Ex-Dschungelcamp-Kandidat, der dieses Jahr ins Haus zieht. Ebenfalls einer der bekannteren. Und wer seinen riesigen Fanclub kennt, der ihn im Sommer-Dschungelcamp auf Platz 4 sogar vor Sarah Knappik katapultiert hat, weiß, dass die Chancen auf den Sieg bei ihm ganz gut stehen könnten.

Sarah Kern (Modedesignerin)


Die zweite Sarah im Haus, die mit etwas Glück für Zickenkrieg sorgen könnte. Gleichzeitig ist sie auch der erste Schützling im Rennen von Manager Helmut Werner, der sich bekanntlich für einen nicht zu verachtenden Teil der personellen Ausstattung aller Reality-Shows in Deutschland verantwortlich zeigt. Könnte weit kommen.

Zachi Noy (Schauspieler)


War bereits letztes Jahr als Ersatzkandidat dabei und ist, wenn überhaupt, eigentlich nur aus dem Film Eis am Stiel bekannt. Sicher ganz lustig und nett, mehr aber auch nicht. Und: Das zweite und letzte Schäfchen von Helmut Werner in dieser Staffel - schade, dass er nicht vom Palazzo Versace aus kommentieren kann.

Eloy de Jong (Sänger)


Ex- und mittlerweile Wieder-Mitglied der Band Caught in the Act, die schon das Dschungelcamp 2015 mit Benjamin Boyce ausgestattet hat. Wenn er dem allerdings nacheifert, dürften das zwei sehr langweilige Wochen im Haus für ihn werden. Zumindest die Anrufe der weiblichen Fans sind ihm aber sicher.

Maria Hering (Ex-Freundin von Bastian Yotta)


Die Ex-Freundin von Millionär Bastian Yotta, der ja eigentlich gar nicht Yotta heißt. Mit deutlich anderem Aussehen nahm sie 2010 bei Deutschland sucht den Superstar teil, danach hat ihr ihr plastischer Chirurg beim Zeugenschutzprogramm geholfen. Heiße Kandidatin für die von Rainer Laux geliebten Duschszenen. Also langweilig.

Steffen von der Beeck (Ex-Freund von Jenny Elvers)


War mal mit der Gewinnerin der ersten Staffel zusammen, das muss ja wohl für den benötigten Promi-Status reichen. Und passenderweise wird diese dieses Jahr auch das Geschehen im Haus vom Frühstücksfernsehen aus kommentieren. Viel Material von ihm ist dabei aber nicht zu erwarten. Ein weiterer Schnarch-Kandidat.

Evelyn Burdecki (Ex-Bachelor-Kandidatin)


Ist bei der diesjährigen Bachelor-Staffel im Hochzeitskleid erschienen und dann auch direkt in der ersten Folge rausgeflogen. Ihren Pressefotos nach zu urteilen dürfte sie als zweiter Duschpromi engagiert sein. Hoffentlich eifert sie damit nicht Jessica Paszka nach. Auch hier keine Erwartungen meinerseits.

Jens Hilbert (reicher Mann)


Ein schwuler Selfmade-Millionär, der öfter auf RTL zu sehen ist und Promis Haare entfernt. Er hat angegeben, seine komplette Gage von 77.777 Euro an "Ein Herz für Kinder" zu spenden. Sehr löblich. Bestimmt macht er bei der Sendung nur aus Spaß mit und einige A-Promis träumen von seinem Kontostand. Der Ratefuchs lässt grüßen.

Claudia Obert (reiche Frau)


Von SAT.1 als "Luxuslady" bezeichnet, von den wenigsten schon mal gehört. Diejenigen, die sie kennen, tun dies vom Promi-Dinner, was ihr ja zumindest schon mal den Prominenten-Status bescheinigt. Wie sie aber dahingekommen ist, bleibt mir auch nach ausführlicher Recherche ein Rätsel. Dennoch sicher ganz unterhaltsam.

Dominik Bruntner (Mister Germany 2017)


Ein Schmierlappen, der wahrscheinlich die Männerquote unter den Duschpromis erfüllen soll. Eventuell hat er sich ja in der Tür geirrt und wollte eigentlich bei der Bachelorette teilnehmen - oder Bachelor werden. Kann Zweiter werden, aber auch Vorletzter.

Milo Moiré (?)


Zu guter Letzt noch ein von SAT.1 als "Performancekünstlerin" bezeichneter Dita Von Teese-Verschnitt aus der Schweiz, der anscheinend auch kein Problem damit hat, sich gelegentlich nackt zu zeigen. Rainer Laux gefällt das. Fragt sich nur, wen sie bestochen hat, ihr diesen Wikipedia-Artikel zu schreiben.

Neben der Beschränkung auf nur wenige Promis und viele Zuschauerkandidaten hat SAT.1 auch noch weitere Änderungen bekanntgegeben. So werden die Shows ab sofort von Jochen Schropp und Jochen Bendel im Doppel moderiert, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Late Night Show auf sixx entfällt. Dafür darf Melissa Khalaj nun zusammen mit Aaron Troschke die Webshow präsentieren, die auch die einzige Möglichkeit sein wird, Live-Bilder aus dem Haus zu sehen. Der Live-Stream entfällt also.

Meines Erachtens zwei krasse Fehlentscheidungen: Mit der Late Night Show nimmt man sixx ein extrem quotenstarkes Format weg, das im Internet sicher nicht so viele Zuschauer für sich gewinnen kann. Und mit dem Wegfall des Live-Streams öffnet man sich leider noch mehr der Möglichkeit der Manipulation der Beiträge in der Sendung. Auch als jemand, der den Stream selbst nie geschaut hat, habe ich oft die Tagebücher auf den einschlägigen Seiten verfolgt, was mir bei dieser Staffel definitiv fehlt.

Immerhin sieht es laut Trailer und Plakaten so aus, als gäbe es dieses Jahr keinen Keller mehr. Stattdessen liegen der arme und der reiche Bereich direkt nebeneinander. Das könnte sich als gute Neuerung herausstellen, vor allem wenn diese nur durch ein Gitter oder ähnliches voneinander getrennt sind, damit nicht wieder zwei völlig voneinander isolierte Gruppen entstehen.

Mal sehen, wie die Sendung dieses Jahr wird. Ich erwarte jedenfalls keinen Überraschungserfolg wie in der zweiten Staffel, andererseits kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es noch schlechter als die letzte Staffel wird. Kommentare zu den Sendungen wird es jedenfalls die gesamten nächsten beiden Wochen von mir auf Twitter geben.

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